„Frei sich bilden“ – mit Bertrand Stern und Franziska Klinkigt

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Immer mehr Eltern und Kinder verzweifeln an dem System „Schule“. Auch viele Lehrer fühlen sich in diesem System überfordert, wissen aber nicht, wie es zu ändern ist.Unser Schulsystem stammt aus dem 19. Jahrhundert, daran haben auch die unterschiedlichsten Schulreformen kaum etwas geändert. Es ist immer noch auf Belohnungs- und Bestrafungssystem aufgebaut und das hat nichts mit „Frei sich bilden“ zutun.
Bertrand Stern beschäftigt sich seit fünf Jahrzehnten als zivilisationskritischer Philosoph mit Fragen um das Leben des Menschen sowie mit Aspekten des Respekts vor seiner Würde und in dem Zusammenhang auch mit dem Ausbruch aus der Beschulung in Deutschland.
Franziska Klinkigt, Diplompsychologin, ist ganz wichtig, bei der Unterstützung von Menschen, die Anerkennung und Achtung ihrer Selbstbestimmtheit und Kompetenz und ihrer ganz eigenen, individuellen Ressourcen und Motive. Sie sieht sich nicht als Expertin an, lediglich als Dienende dafür, dass Menschen ihr eigenes Expertentum für sich selbst und ihre Lebensgestaltung (wieder)entdecken.
Das Thema des Vortrages lautet: Wer sein Kind liebt…und ist abgeleitet aus den Zeiten Martin Luthers, in denen es hieß „wer sein Kind liebt, der züchtigt es“. Inhaltlich geht um eine gewaltfreie Erziehung und dem Verdeutlichen, dass auch im heutigen Schulsystem immer noch viel psychische Gewalt ausgeübt wird.

Bertrand Stern und Franziska geht es in dem Vortrag und den Werkstattgesprächen darum, Wege aufzuzeichnen, die aus dieser Gewaltspirale herausführen, damit die Würde des Kindes gesellschaftlich anerkannt und respektiert wird. Dazu gehört auch, dass Kinder sich frei bilden können ohne in Institutionen gezwungen zu werden, in denen sie zu Objekten gemacht werden und in die sie niemals freiwillig gehen würden.
An dieser Veranstaltung können alle Menschen teilnehmen, die Ideen brauchen, wie ein anderes gesellschaftliches Leben möglich werden kann, die an freier Bildung interessiert sind und an einem gewaltfreien Miteinander.